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Informationen zu Knorpeldegeneration

Die Knorpelschicht

Der Gelenkknorpel ist eine Art Pufferzone, an der arthrotische Veränderungen entstehen können. Er bildet eine Schutzschicht auf den Gelenkknochen und ist mit diesen eng verbunden. Obwohl die Knorpelschicht nur 1 bis 3 Millimeter dick ist, fängt sie dank ihrer Elastizität - quasi als Stoßdämpfer - kurzfristige Belastungen von mehreren Tonnen pro Quadratzentimeter ab.

Knorpelgewebe besteht aus Zellen (Chondrozyten), Stützfasern und Wasser. Die Knorpelzellen sorgen bis zum ca. 20. Lebensjahr für das Knorpelwachstum und produzieren die Knorpelgrundsubstanz (Matrix). Diese stellt den Hauptanteil der Knorpelmasse und wird aus Eiweißfasern (Kollagenfasern), Eiweiß-Zucker-Verbindungen (Proteoglykanen) und Wasser gebildet. Die Proteoglykane (z.B. Hyaluronsäure) binden Wasser und sind somit für die Elastizität des Knorpels verantwortlich. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen enthält die Matrix ca. 70 % Wasser, je älter wir aber werden, desto geringer ist der Wassergehalt. Da der Gelenkknorpel wie mattes Glas (gr. „hyalos“ = Glas) lichtdurchlässig ist, bezeichnet man ihn als hyalinen Knorpel.

Ist das Wachstum des Körpers abgeschlossen, so minimiert sich die Teilungsfähigkeit der Chondrozyten und folglich auch die Regenerationsfähigkeit der hyalinen Knorpelschicht. Da die Zellteilung nun sehr begrenzt ist und das Knorpelgewebe nicht über Blutgefäße versorgt wird, sondern nur über einen Austausch von Stoffen (Diffusion), kann hyalines Knorpelgewebe nicht nachwachsen. Im Erwachsenenalter können Knorpelschäden also nicht mehr vollständig geheilt, sondern nur regeneriert werden. Die vorhandenen Knorpelzellen bilden eine Art Ersatzgewebe (Faserknorpel), das mehr Kollagenfasern, aber weniger Wasser enthält. Weniger Wassergehalt bedeutet aber zugleich geringere Dämpfungs- und Puffereigenschaften.

Stoffwechsel

Obwohl der Knorpel keine eigene Blutversorgung besitzt, ist seine „Ernährung“ gesichert. Diese Aufgabe übernimmt für ihn die Synovia, die den Gelenkspalt ausfüllt Sie versorgt den Knorpel mit allen notwendigen Substanzen - die in das Knorpelgewebe diffundieren - und nimmt im Gegenzug Abbauprodukte des Knorpelstoffwechsels auf. Die Gelenkinnenhaut ist für den Hin- bzw. Rücktransport der Nährstoffe und Abbauprodukte verantwortlich. Da diese Substanzen erst durch Bewegung und Belastung des Gelenks optimal verteilt werden, ist es besonders wichtig, dass die Gelenke regelmäßig bewegt werden. Länger anhaltender Bewegungsmangel beeinträchtigt letztendlich die Funktionsfähigkeit des gesamten Gelenks.

Die Synovialmembran sorgt für den An- und Abtransport der in der Gelenkflüssigkeit (Synovia) enthaltenen Nährstoffe bzw. Abbauprodukte. Durch Diffusion erfolgt der Austausch zwischen Knorpel und Synovia)